• Swanje Sagebiel

Warum tue ich was ich tue?



Irgendwann lichtet sich der Nebel

Gerade ging mir die Frage selbst noch einmal durch den Kopf.

Warum tue ich eigentlich das was ich tue?

Warum arbeite ich in der Schifffahrt?

Warum mache ich den Heilpraktiker für Psychotherapie?

Warum möchte ich Menschen emotional begleiten?

Warum habe ich ein Problem mit autoritären Menschen?

Warum ist es mir so wichtig das Menschen meine Message erreicht?


All diese Fragen gehen nach kurzer oder langer Überlegung ganz schön an die Substanz, aber ja!

Diese Fragen sind unglaublich wertvoll.

Es sagt mir so viel über mich. Was ist mir wichtig oder was geht für mich gar nicht?


Ich habe mir gerade ein Interview von Christoph Heribert von Meyer und Jil Zeletzki angehört. Durch "Zufall" bin ich darauf gestoßen.

Und es hat mir den einen Kick und ein Klick gegeben, der mir die letzte Zeit gefehlt hat:

Wieso mache ich mir eigentlich so einen Druck in die Selbstständigkeit zu kommen? Und das natürlich direkt erfolgreich.

Und auch diese Frage wirft mich wieder zurück in meine Vergangenheit.


Ein Wort das besonders bei mir hängen geblieben ist, was mir gern immer wieder schwer fällt zu integrieren, ist Geduld.


In meiner kindlichen Vergangenheit musste alles schnell und sofort gehen. Die große Wahl mir selbst die Frage zu stellen ob ich das möchte, hatte ich nicht. Es wurde entschieden, es wurde vorgegeben, es wurde gesagt was richtig und falsch ist. Es ging um Leistung und Erfolg. Es ging um materielle Werte und Selbstdarstellung. Denke ich an diese Werte, ist mir klar warum einiges in meinem Leben so läuft wie es läuft.

- Druck direkt erfolgreich in der Selbstständigkeit zu sein

- Den Stoff für die Heilpraktiker Prüfung am Besten ohne Lernen verinnerlichen und aus dem Ärmel schütteln

- Selbstwertprobleme ob jemand überhaupt das was ich tun möchte interessiert

- Was möchte ich überhaupt


Weis Gott möchte ich mich nun darauf nicht ausruhen und sagen

"Meine Eltern sind Schuld an allem was passiert ist."

Das wäre die einfache Nummer aus der Verantwortung für mein Leben herauszukommen und einfach in die Opferrolle zu schlüpfen.

Es war in dem Moment nicht das Beste für mich, ja das auf jeden Fall, doch dennoch hat es mich zu der Person gemacht die ich bin.

Eine starke, mutige, kämpferische, liebevolle, herzliche, lebendige und mit offenem Geist und Herz bestehende Frau.


Ich mache sicherlich immer noch ein paar Dinge genau auf eine Weise, oder denke so darüber, weil ich es so gelernt habe. Es hat sich so tief in mein Unterbewusstsein eingegraben, dass es einfach Geduld bedarf, um an diese Themen herantreten zu können.


Besonders wenn es um meinen Prozess geht, bin ich eine ganz ungeduldige Nummer. Wissen. verstehen wollen und dann direkt integrieren.

Aber so funktioniert es leider nicht. In diesen Stein beiße auch ich.

Ich möchte nicht darstellen, dass ich eine perfekt abgerundete, therapierte Version bin.

Ich bin eine Frau, voll im Prozess, und nur das ist wichtig.

Und allein diesen Prozess möchte ich teilen.


Geduld - mich werden die Themen erreichen die an der Zeit sind.

Schwere vergangene Konflikte werden Ihre Heilung finden wenn ich mich Ihnen gegenüber öffne und sie herzlich erwarte.

Am Ende macht der Schmerz der nochmal auftritt nur größer, sanfter und weiter.

Die Geburt beginnt auch mit einem Schrei und ziemlichen Schmerzen

Aber dann... beginnt das Leben.

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