• Swanje Sagebiel

Warum du dich verbinden solltest



Was hörst du wenn du in dich hinein hörst?

Was fühlst du wenn du in dich hinein fühlst?

Was spürst du wenn du in dich hinein spürst?

Wohin zieht es dich wenn du ohne Plan in den Tag startest?

Was passiert in dir wenn du einem Menschen zuhörst?

Was passiert in dir wenn du einem Menschen etwas erzählst?


Vielleicht kannst du dir in einem Moment diese Fragen mal stellen.

Was für Antworten und Rückmeldungen bekommst du?

Wie sehr kannst du mit dir selbst und mit einem anderen Menschen mitschwingen?


Was verstehe ich unter "mitschwingen"?


Am Ende des Tages sehe ich mich selbst als reines Bewusstsein.

Etwas in mir, nennen wir es den "Navigator", nimmt einen Reiz wahr.

Ein Ziehen im Bauch, eine Enge im Hals, ein kalter Schauer, ein Kribbeln, eine Mimik eines Menschen, eine Stimme, eine Atmosphäre im Raum.

Der Navigator kann dies als reinen Impuls verstehen, "so ist es", oder die Information, die dieser für mich hat bzw. haben soll, erkennen.


Wenn ich einen Navigator eines Schiffes habe, und er die aktuelle Geschwindigkeit abliest, kann er dies als Wert für sich hinnehmen. "Ok, ich fahre 12 Knoten."

Oder er eruiert hieraus die Folgen, bzw. den Ursprung des Ganzen.

"Wann komme ich an mein Ziel. Wie laufen die Maschinen gerade, damit ich diese Geschwindigkeit habe. Welche Wetterumstände, Strömungen etc. herrschen die mich beeinflussen."


Damit meine ich, dass diese Information in Bezug auf einen Selbst, eine tiefere Einsicht zum Selbst ermöglicht. "Warum fühle ich, spüre ich, reagiere ich da auf etwas. Was hat das mit mir zu tun. Was bedeutet das für mich."

Nehme ich all diese Informationen wahr, schwinge ich mit meinem eigenen Selbst mit. Denn ich schaue mir an, woher die Impulse kommen und wohin sie führen.


In Bezug auf Mitmenschen bedeutet es mir mich, dass ich mich in die Fahrgewässer des anderen mit begebe. Ich springe sozusagen auf sein/ ihr Schiff über und schaue mir genau an und fühle mit, was dort passiert. Ich kann in Referenz zu meinem Schiff und meinen Erfahrungen hierauf bleiben, oder mich aber vollkommen hingeben und den anderen Schiffstyp und Navigator erkunden.

Dieses Lösen von den eigenen Erfahrungen und Ansichten, und das volle Eintauchen in das Sein des anderen, erfordert die Fähigkeit "meins" und "deins" zu unterscheiden. Das bedeutet, zu wissen in was für einem Schiff ich eigentlich sitze und wie ich dieses bedienen kann.


Im Grunde verstehe ich hierunter die Selbst- und Fremdreflexion, sowie Selbst- und Fremderkenntnis.

Wenn ich in Verbindung zu mir und anderen stehe, verstricke ich mich nicht in Geschichten, Gedanken und Illusionen.

Ich sehe was ist, kann es zuordnen, verstehen und heilen wenn eine Verletzung darunter steht.

Ich kann selbst in meine Gedanken eingreifen wenn sich hierunter Glaubenssätze verbergen die einen negativen Einfluss auf mich haben. Ich habe sozusagen eine Land- und Seekarte der Welt, inklusive Wetterdaten und historischer Informationen über die Destinationen.

Ich kann in meiner Welt ganz konkret steuern wo es hingehen soll.


Erlaube dir nicht ständig auf fremden Schiffen mitzufahren, sondern dein eigener Navigator zu sein.

Sei nur ab und zu mal Gast an Bord eines anderen Schiffes, um dein Schiff ganz genau erkennen zu können.


Ahoi!

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